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Schön ist es nicht gerade – und das ist sicher auch gewollt so: Genau hinter dem Universitätshauptgebäude an der Franz-Gschnitzer-Promenade steht das Antifaschistische Denk-Mal gegen den industriellen Umgang mit Minderheiten. So steht es auf dem Denkmal und das ist wichtig, weil über das Denkmal selbst kaum Informationen verfügbar sind: Weder das städtische Denkmalamt noch das Stadtarchiv weiß Genaueres darüber.
Manchmal würde ich gerne in einer Zeitkapsel zurückreisen und Innsbruck um die Jahrhundertwende besuchen. Wie sah die Stadt vor mehr als hundert Jahren aus – welche Themen und Ereignisse beschäftigten die Menschen damals? Wer sich für solche Fragen interessiert, sollte zum Buch Innsbrucker Alltagsleben 1880 bis 1930 von Lukas Morscher greifen.
Geschichte wird gemacht: Woran wir uns erinnern und was vergessen wird, ist Teil und Ergebnis einer bestimmten Erinnerungskultur. Manche Ereignisse werden glorifiziert, andere weitgehend verdrängt.
Die Fatti di Innsbruck („Fakten von Innsbruck“) im November 1904 sind dafür ein Beispiel: Anlässlich der geplanten Eröffnung der italienischsprachigen juridischen Fakultät kam es in Innsbruck zu schweren Ausschreitungen. Video zum Thema
Geschichte ist nicht nur einfach Vergangenheit, sondern das Ergebnis von Ereignissen und Entscheidungen. Wollen wir unsere eigene Gegenwart begreifen, müssen wir diese historischen Entwicklungen nachvollziehen.
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